Warum die PIRATEN eine vernünftige Wahl darstellen

Die Demokratie (dēmos ‚Volk‘ und -kratie [κρατία, kratía ‚Herrschaft‘) ist die einzige natürlich legitimierte staatliche Grundordnung. Das Volk (als die Staatsbürger und ihnen staatsrechtlich gleichgestellter Personen) entscheiden in Abstimmungen über das Zusammenleben der Menschen im Staat und dessen Regeln und Gesetze.

In Deutschland entscheiden allerdings die vom Volk gewählten Volksvertreter – und nur sie – repräsentieren das Volk. Vor zwei- bis dreihundert Jahren war die repräsentative Demokratie ein Fortschritt da weite Teile der Bürger noch nicht einmal lesen konnten. Ebenso gab es technische Hindernisse, weswegen zum Beispiel der amerikanische Präsident aus dieser Vergangenheit heraus heute noch durch Wahlmänner gewählt wird. Diese Hürden bestehen heute nicht mehr. Sowohl die Bildung als auch die technischen Möglichkeiten sind heute ganz andere. Deswegen ist es überfällig, die Entscheidungen bei denen das Volk unmittelbar über Sachfragen abstimmt, tatsächlich das Volk treffen zu lassen. Diese sachunmittelbare oder direkte Demokratie vertritt keine andere Partei so wie die PIRATEN.

Die repräsentative Demokratie konzentriert die politische Macht in den Händen der Volksvertreter und führt zu einer potentiellen Oligarchie, was zu Korruption und Lobbyismus geführt hat. Macht und Ansehen sind die Motivation der Repräsentanten und weniger die politischen Interessen des Volkes. Der Wahlkampf dient einzig und allein zum Machterhalt. Deswegen muss die repräsentative.Demokratie reformiert werden.
Die einzige Möglichkeit, dass die Repräsentanten innerhalb ihres Rahmens fair und volksnah bleiben, ist immer wieder andere Köpfe oder andere Parteien zu wählen, die aus thematischer Überzeugung und nicht aus Machthunger Politik machen. Das waren in den 80ern und 90ern die Grünen. Heute sind es die PIRATEN.

Immer wenn im Machtkampf der repräsentativen Demokratie neue Mitspieler auftauchen, dann kopiert der politische Gegner die Ideen des Neulings. Aufgrund der Professionalisierung der etablierten Parteien geben diese vor dieselben Ideen zu vertreten. Das Wort Transparenz ist dafür in der politischen Schlacht ein Beispiel. Der bundesweite Volksentscheid hätte in der letzten Legislaturperiode von den etablierten Parteien beschlossen werden können, wenn sie es denn mit der direkteren Demokratie ernst meinen würden. Da die Piraten mit nur zwei Prozent bei der letzten Bundestagswahl, zwar einen Hinweis gegeben haben, dass das Thema beim Wähler eine Rolle spielt, aber letztlich keine Macht haben, ist die Schlagwortkopie das Mittel der Wahl den Einzug zu verhindern. Damit wird verhindert, dass in der nächsten Legislaturperiode über den Volksentscheid abgestimmt werden muss, wenn die Piraten nicht reinkommen.

Deswegen am Sonntag Piraten wählen!