Stadtteilverkehr in München

Die Stadtverwaltung München aber auch der OB-Kandidat Dieter Reiter begründeten die Ablehnung der Verlängerung beziehungsweise Wiederherstellung der 50er Metrobuslinie vom Olympiaeinkaufszentrum nach Moosach bisher damit, daß es sich um einen Parallelverkehr zur U-Bahn handelt. Anscheinend sind solche Parallelverkehre für Landtagsabgeordnete vom Max-Weber-Platz zum Ostbahnhof kein Problem wie der Pressemeldung der MVG und der dort beschriebenen Buslinie X30 zu entnehmen ist.

Die 50er Buslinie stellte auch ein Grundgerüst für den Stadtteilverkehr innerhalb Moosach da. Die innerstädtische Buslinie bindet zwar die Moosacher nicht an die Innenstadt an, aber verbindet die Moosacher untereinander. Jede sich selbstverwaltende Kreisstadt hat einen besseren innerstädtischen Busverkehr als der in gleicher Größenordnung liegende Stadtteil Moosach. Allerdings haben die Moosacher nicht die gleichen Rechte wie eine Kreisstadt, da sie als Stadtteil den Bestimmungen der Landeshauptstadt München unterliegen und die Bezirksausschüsse zwar gehört werden können, aber die Stadt wie sie ja bei der Buslinie 50 zeigt sich einfach darüber hinwegsetzen kann.

Es mutet an Willkür, wenn dieses mit Parallelverkehr als Ablehnungsgrund, zunächst begründet wird, aber wenn es plötzlich in der der Nähe der Landtagsabgeordneten ist, ein Parallelverkehr kein Problem mehr darstellt.

Kommentare sind abgeschaltet.